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Mental Health

Tipps bei akuten psychischen Krisen #MentalHealthMatters!

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Die mentale Gesundheit ist genau so wichtig, wie deine körperliche Gesundheit. Dennoch trifft man beim Thema mental Health noch immer auf so viel Unverständnis! In diesem Beitrag möchte ich auf das Thema eingehen, meine persönliche Geschichte mit euch Teilen und geben euch Tipps bei akuten psychischen Krisen mit.

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Photo by Vie Studio on Pexels.com

Wir schreiben beinahe das Jahr 2024. Wir haben Hightech Autos, Smartphones, Uhren, die mit uns reden und unsere Gesundheit und Fitness tracken können. In so vielen Bereichen sind wir so fortschrittlich, absolut faszinierend und beeindruckend. Und doch kommt es mir vor, dass wir uns in den wichtigsten Punkten immer weiter zurück entwickeln.

Wir haben fast 2024 und auf unerklärliche Weise sind Rassismus, Homophobie und absolutes Unverständnis Psychischen Krankheiten gegenüber noch immer ein brisantes Thema. Es gibt noch weitere Themen die mir sehr am Herzen liegen und ebenfalls in unserer Gesellschaft noch immer Problemthemen sind – Sexismus zB.. Aber in diesem Beitrag möchte ich mich explizit der mentalen Gesundheit widmen. Denn diese ist grade bei mir absolutes Prio-Thema.

Besser spät als nie – Trau dich nach Hilfe zu fragen

Ich bin 22 Jahre alt und leide bereits seit 12 Jahren an psychischen Problemen. Wenn es um unsere Psyche geht bekommen wir oft erst einmal zu hören: Du musst mehr an die Frische Luft; Stell dich nicht so an; Andere haben es schlechter als du; Du hast doch so ein schönes Leben; und noch vieles mehr.

Schnell kehren wir dann unter den Teppich, dass es uns einfach beschissen geht. Und je mehr wir unter den Teppich kehren, desto höher liegt die Teppichkante. Anfangs merkt man das vielleicht gar nicht, doch irgendwann legst du dich mal so richtig auf die Schnauze, weil du drüber stolperst.

Eine irgendwie komisch Beschreibung des ganzen, aber ich finde es passt einfach.

So ähnlich war es auch bei mir. Ja, ich habe mir bei meinen Eltern mal Hilfe gesucht. Ich war auch schon in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie, aber irgendwie hat alles nicht geholfen. Und irgendwann habe ich angefangen all diese Probleme, Ängste und mehr unter meinen Teppich zu kehren. Bis ich dann so richtig auf die Schnauze fiel.

Das war so im letzten Jahr/letzten halben Jahr. Es wurde so extrem, dass ich wieder Suizidgedanken hatte und ich kaum oder nur sehr schlecht schlief. Ich hatte keinerlei Antrieb und wusste einfach nicht weiter. Meine Ärztin hat mich dann zur Psychiatrischen Institutzambulanz überwiesen, wo ich verhältnismäßig schnell Hilfe bekam. Dort hatte ich eine Psychiaterin, die mir Medikamente verschrieb und auch eine Therapeutin, mit der ich sprechen konnte.

Und dann wurde ich kurzfristig in einer Tagesklinik eingewiesen. Ein großer, verdammt furchteinflößender Schritt, doch definitiv die richtige Entscheidung.

Der erste Schritt ist der Schwerste

Um Hilfe zu bitte, sich Hilfe zu suchen, ist der erste Schritt, aber zugleich auch der Schwerste. Es klingt so verdammt einfach, doch sich dazu zu überwinden, sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht und dann auch noch den Mut zu finden sich jemandem anzuvertrauen, DAS ist verdammt schwierig. Bei vielen hadert es genau daran. Es brauch so viel Mut auszusprechen, was einen bedrückt, weil man noch immer auf so verdammt viel Unverständnis trifft.

Anlaufstellen bei akuten psychischen Krisen:

  • Eine Anlaufstelle, der ich euch auch immer bei psychischen Beschwerden anvertrauen könnt, ist euer Hausarzt. Der kann euch da auch professionelle Hilfe weiterempfehlen oder euch ggfs. an eine Ambulanz überweisen.
  • Die Nummer mit den Elfen: 116117. Unter dieser Nummer könnt ihr euch auch aufgrund psychischer Probleme melden. In akuten Situationen bekommt man über diese Nummer relativ schnell einen Termin bei einem Psychotherapeuten oder Psychiater.
    Innerhalb einer Woche muss die 116117 einen Termin vermitteln. Der darf dann höchstens vier Wochen in der Zukunft liegen – bei einer Akutbehandlung maximal zwei Wochen.
    Kann die 116117 keinen fristgerechten Termin bei Vertragspsychotherapeuten oder -ärzten anbieten, muss sie innerhalb einer weiteren Woche einen Termin in einem Krankenhaus oder einer Krankenhausambulanz finden.
    “ (Mehr Infos hier)
  • Wenn du aus Bayern bist: Der Krisendienst Bayern ist auch eine mögliche Anlaufstelle. Hier gehts zur Website.

Tipps bei akuten psychischen Krisen:

  1. Du hast Probleme nach Hilfe zu suchen, oder es frustriert dich einfach zu schnell?
    Also erst einmal: Das kann ich absolut nachvollziehen. Da bist du nicht alleine. Es frisst so viel Kraft und Energie sich Hilfe zu suchen, da es schlicht weg einen enormen Mangel an Psychotherpeuten gibt. Zudem sind Wartelisten ewig lang und teilweise sogar schon komplett voll. Es ist Horror sich da durchzukämpfen und ständig nur abgewiesen zu werden. Es demotiviert einen einfach. Was natürlich für das seelische Wohlbefinden absolut nicht fördernd ist.
    Was mir geholfen hat: Ich habe mich Freunden und Familie anvertraut und diese um Hilfe gebeten. Das ist natürlich keine Lösung oder keine Möglichkeit für alle. Nicht jeder hat eine gute Beziehung zu den Eltern oder vielleicht sogar keine Freunde, denen sie sich anvertrauen. Oder sie wollen den Freunden schlichtweg nicht zur Last fallen.
    Was auch helfen kann: Step by Step. Schreibe dir ggfs. eine Liste an Therapeuten oder Anlaufstellen, wo du Hilfe suchen kannst. Arbeite diese Schritt für Schritt ab. Das muss nichtmal alles an einem Tag sein. Es ist vollkommen in Ordnung nur einen Punkt am Tag zu erledigen oder sogar nur einen in der Woche. Es ist ein Anfang! Und durch die Struktur einer Liste ist die Suche nach Hilfe vielleicht auch nicht mehr ganz so überfordernd.
  2. Du traust dich nicht anzurufen?
    Dann bitte eine Bezugsperson dir zu Helfen. Auch das ist leichter gesagt als getan. Wenn ich gemerkt habe, dass ich es einfach nicht schaffe zu telefonieren, weil mich die Panik überkommt oder es mich schlichtweg einfach überfordert, habe ich meine Mutter gebeten für mich einige Anrufe zu tätigen.
    Oder versuche es bei der Online Telefonseelsorge. Hier kannst du mittlerweile per Mail oder Chat dir Hilfe suchen. So fällt der Stress des Telefonierens schon einmal weg.
  3. Discord Server und Online Communitys können bereichernd sein!
    Zum Glück sind wir ja mittlerweile verdammt gut vernetzt. Es gibt Online so viele Möglichkeiten mit anderen Betroffenen in Kontakt zu kommen und sich gegenseitig etwas zu unterstützen. So gibt es bspw. auch Discord Server in denen es allein um den Austausch geht. Hier können Betroffene sich austauschen und gegenseitig halt geben. Ich selbst habe ebenfalls einen Discord Community Server, auf dem man sich gegenseitig supporten und austauschen kann! Klicke hier um beizutreten!

Buchempfehlungen – Mutmach Bücher:

  1. Depression verstehen
  2. The Comfort Book
  3. Du bist mehr als genug
  4. Zurück zu mir
  5. Selfcare Momente für mich
  6. Journal: Meine Morgenseiten
  7. Die Kunst einen Elefanten zu reiten

Weitere Anlaufstellen und Hilfe im Netz:

  • www.deutsche-depressionshilfe.de
  • Telefonseelsorge: Mittlerweile gibt es auch eine Online Seelensorge. Hier kannst du dir per Chat Hilfe suchen, falls du, wie ich, Probleme mit dem telefonieren hast. Aber: Chat nur mit Terminvergabe und auch das ist leider nicht so einfach.
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Ich möchte es nicht schön reden. Es ist nicht einfach Hilfe zu suchen und noch weniger einfach welche zu erhalten. Das Gesundheitssystem ist überlastet. Die Wartelisten Ewig. Dennoch ist da Hoffnung! Für uns alle. Bleib dran und gib nicht auf.

Wenn du jemanden zum reden brauchst, mein Discord Server steht dir offen!

Ich bedanke mich bei dir, dass du diesen Beitrag gelesen hast und hoffe von Herzen, dass dir diese Tipps bei akuten psychischen Krisen helfen konnten.

Signatur der Autorin

Hope

Hey! Ich bin Hope und ich schreibe hier auf Hopes Universe über Bücher, ein bisschen Spiritualität und Gaming.

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